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27.01.2012, von Barys

Sicherheit im Netz

Überall dort, wo wir der Sicherheit besondere Aufmerksamkeit schenken, lauern auch mehr Gefahren. Nur wer sich der Risiken bewusst ist, kann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Kinder und Jugendliche besitzen noch kein ausgeprägtes Risikobewusstsein. Den Tücken des Internets stehen sie oft ahnungslos gegenüber. Doch den Eltern steht eine Fülle von technischen Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Kinder zu schützen. Internet Erste Anlaufstelle ist nicht etwa der PC, sondern, sofern vorhanden, der Router. Dessen Sicherheitseinstellungen dienen zwar nicht primär dem Zweck einer Kindersicherung, lassen sich aber hervorragend dafür einsetzen. Je nach Modell und Software gibt es sehr unterschiedliche Optionen. Grundlegendes, wie das Blocken einzelner Adressen, sollten überall möglich sein. Oder es lassen sich beispielsweise Seiten verbieten, in deren Inhalt bestimmte Wörter vorkommen. Je nach Lernbereitschaft und Wissen können hier sehr raffinierte Hürden eingebaut werden. Einschränkungen nur für bestimmte Computer im Heimnetz nach einem Zeitplan, die Sperrung von "Ports? z.B. für Online-Spiele oder andere Anwendungen: der Fantasie der Eltern sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Wird der Zugriff auf den Router noch durch ein gut gehütetes Passwort abgesichert, können diese Maßnahmen nur schwer umgangen werden. Für den PC können zwei unterschiedliche Ansätze unterschieden werden. Einmal gibt es das "Sandkasten-Modell". Das sind in seiner einfachsten Form Portale für Kinder, die nur zu geprüften Inhalten weiterführen. Teilweise werden auch spezielle Browser angeboten, mit denen sich nur als vertrauenswürdig eingestufte Seiten öffnen lassen. Bei den Kleinen mag das noch funktionieren, je älter die Kinder, desto schneller werden sie Wege in die restliche Netz-Welt finden. Hier greift das zweite Modell "Erlaubt ist, was nicht verboten ist?. Neben den Mitteln, die das Betriebssystem von Haus mitbringt, gibt es eine Vielzahl weiterer Programme, deren Möglichkeiten mit der Sperrung bestimmter Seiten gerade erst anfangen. Die Suche nach "Kindersicherung PC? hat mehr als 1 Million Ergebnisse. Alle diese Vorbeugungen ersetzen jedoch nicht die Kompetenz der Kinder und Jugendlichen. Die größte Sicherheit erlangen sie durch Aufklärung und Sensibilisierung für die guten, wie auch die schlechten Seiten des weltweiten Netzes, in des Wortes doppelter Bedeutung. Das Verbotene hat den größten Reiz. Die Kinder verdienen Vertrauen, die elektronischen Aufpasser sollten daher manchmal auch abgeschaltet bleiben.

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