Spiel und Spaß erleichtert Lernen
Es ist mittlerweile nicht nur unter Bildungsexperten bekannt, dass die Freude am Lernen sich optimal auf den Lernprozess auswirkt. Dabei sollte beachtet werden, dass den Kindern genügend Freiraum gegeben wird, selber neue Dinge zu entdecken und sich im Spiel zu entfalten, um Gefühle und Ereignisse gleichermaßen zu verarbeiten. Denn das Spielen trägt zur inneren Harmonisierung der Kinder bei und sollte somit möglichst wenigen Einschränkungen unterliegen.
Spielerisches Lernen erfolgt beispielsweise bei dem scheinbar planlosen Erforschen der Umwelt.
Im Umgang mit Gegenständen bilden und erweitern sie ihr räumliches Vorstellungsvermögen.
In Rollenspielen, beispielsweise mit Hilfe von Handpuppen, können Kinder ihren Wortschatz ausbauen und als Meister der Imitation Verhaltens- und Kommunikationsformen nachahmen, während die Eltern die einzigartige Möglichkeit haben, durch das Spiel ihrer Kinder einen Einblick in deren Sicht der Welt zu bekommen. Denn vor allem kleinere Kinder kommunizieren nicht direkt, sondern verarbeiten Erlebtes in Selbstgesprächen oder auch in Rollenspielen. In Puncto Kommunikation und Umgangsformen sollten sich die Eltern immer bewusst sein, dass sie eine Vorbildfunktion einnehmen und dass die Kinder in ihren eigenen Sozialkontakten immer auf die Kommunikationsformen, welche sie aus ihrem Elternhaus gewohnt sind, zurückgreifen werden. Eine Schulung der Sinneswahrnehmung lässt sich am Besten in der freien Natur erreichen. Spiele wie Verstecken, Fangen und Topfschlagen bereiten Spaß und Freude, die Kinder sind an der frischen Luft und in Bewegung und lernen ganz nebenbei, mehrere Sinneseindrücke parallel zu verarbeiten und auszuwerten. Die Freiheit des Spiels lässt Raum für Intuition, Spontanität und Kreativität und hilft so, die Batterien mit neuer Energie zu füllen. Abgesehen davon verleiht die freie Entfaltungsmöglichkeit im Spiel ein gesundes Selbstbewusstsein, da die Kinder ein Gefühl von Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit entwickeln, welches wiederum die Motivation steigert, neue Dinge zu entdecken. Eine spielerische Aufgabe mit nur geringen Vorgaben kann beispielsweise darin bestehen, ein eigenes Puppenspiel mit selbst gebastelten Puppen zu erstellen. Je spärlicher die Vorgaben ausfallen, desto höher wird die Motivation der Kinder sein, sich eine eigene Geschichte auszudenken und die entsprechenden Charaktere zu entwickeln. Dafür müssen sie zum einen ihre Kreativität walten lassen, aber auch in Interaktion mit den anderen Kindern treten und über ihr Projekt diskutieren, eigene Ideen einbringen und verteidigen, andere Vorschläge akzeptieren usw. Auf diese Weise durchlaufen die Kinder ganz nebenbei im Spiel mehrere Lernprozesse.
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